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Studentische Beratung mit Wirkung: JE Switzerland

Studentische Beratung mit Wirkung: JE Switzerland

Dr. Alexandra Allgaier
Dr. Alexandra Allgaier
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Toma Gajdovs Weg zur Junior-Enterprise-Bewegung ist alles andere als geradlinig: Nach einem Gap Year, zwei Jahren Militärdienst und einer Ausbildung an der IT-Schule 42 Lausanne (einer Hochschule ohne traditionelle Vorlesungen oder Lehrkörper) kam er erstmals mit Junior Enterprises in Kontakt. Was ihn sofort überzeugte, war die Möglichkeit, das eigene Wissen direkt in realen Projekten anzuwenden und gleichzeitig Verantwortung zu übernehmen.

Heute ist Toma Präsident von Junior Enterprises Switzerland, dem nationalen Dachverband, der aktuell 12 Junior Enterprises in der Schweiz vertritt. JE Switzerland vertritt die Bewegung national und international und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Studierenden, Hochschulen und Unternehmen – in einem mehrsprachigen, föderalen Umfeld, das besonders stark in der französischsprachigen Schweiz verankert ist.

Die Mission ist klar:
Studierende zu befähigen, echte Projekterfahrung zu sammeln und damit die Lücke zwischen akademischer Ausbildung und Berufspraxis zu schliessen.

Was machen Junior Enterprises eigentlich?

Junior Enterprises sind von Studierenden geführte Beratungsorganisationen, die Dienstleistungen anbieten, die eng mit den akademischen Inhalten ihrer Mitglieder verknüpft sind. In der Schweiz umfasst das Leistungsspektrum:

  • Markt- und Wettbewerbsanalysen
  • Finanz- und Geschäftsanalysen
  • Marketing- und Kommunikationsprojekte
  • Technische oder ingenieurbezogene Aufgaben (z. B. Materialprüfungen, Software, Prototyping)

Die Kundschaft ist dementsprechend vielfältig: Startups, KMU, Grossunternehmen, Stiftungen, Verbände und öffentliche Institutionen arbeiten mit Junior Enterprises zusammen.

Ein besonders bemerkenswertes Showcase-Projekt kommt direkt aus der Schweiz:
Studierende der Junior Enterprise EPFL entwickelten intern eine App („Junior Experience“), die Studierende weltweit mit Junior Enterprises vernetzt. Ein Projekt, das heute international genutzt wird und das Innovationspotential studentischer Initiativen zeigt.

Warum Unternehmen mit Studierenden arbeiten sollten

Warum sollten Organisationen mit studentischen Beratungsteams zusammenarbeiten, statt mit klassischen Beratungsfirmen?

Für Toma ist die Antwort klar:
Studierende denken ohne mentale Grenzen.

Sie bringen frische Perspektiven, Kreativität und den Mut, bestehende Annahmen zu hinterfragen. Das überrascht viele Unternehmen positiv, oft zum ersten Mal.

Gleichzeitig sind Junior Enterprises ein geschützter Lernraum für Studierende:
„Wir sind ein Sandbox-System, um Kompetenzen aufzubauen – fachlich, aber vor allem persönlich.“

Gerade in einer Zeit, in der der Einstieg ins Berufsleben schwieriger wird, ermöglichen Junior Enterprises Studierenden, ein belastbares CV mit echten Projekten, echten Kundinnen und Kunden und echter Verantwortung aufzubauen.

Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis

Junior Enterprises operieren genau an der Schnittstelle von Ausbildung, Forschung und Wirtschaft. Der Wissenstransfer funktioniert bidirektional:

  • Studierende bringen aktuelles akademisches Wissen, neue Methoden und eine unvoreingenommene Perspektive in Organisationen ein.
  • Unternehmen liefern reale Problemstellungen, Zeitdruck, Erwartungen und Feedback, wie sie an Hochschulen in dieser Form nicht existieren.

Ein oft unterschätzter Lerneffekt ist Kommunikation.
Für Toma ist sie eine der wichtigsten Zukunftskompetenzen überhaupt: die Fähigkeit, Gedanken klar auszudrücken, zuzuhören und Emotionen wahrzunehmen. Ebenfalls zentral ist die Fähigkeit, kontinuierlich zu lernen, besonders in einer Welt, die sich durch technologischen Fortschritt rasch verändert.

Ratschläge an Studierende – und die Rolle von Studyond

Sein wichtigster Rat an Studierende, die mehr als Theorie wollen:
Habt keine Angst, Dinge auszuprobieren.

Gegenüber Hochschulen und Politik ist Tomas Botschaft klar:
„Vertraut der jungen Generation.“

Gleichzeitig braucht es bessere Rahmenbedingungen für studentische Organisationen, insbesondere einfachere, schnellere und praktischere Regelungen, damit Innovation nicht gebremst wird.

Plattformen wie Studyond spielen für Toma eine zentrale Rolle:
„Studierende wissen oft nicht, wie sie Unternehmen erreichen. Studyond schafft genau diese Verbindung.“

Indem Abschlussarbeiten, Projekte und studentische Expertise strukturiert sichtbar gemacht werden, entsteht ein Ökosystem, in dem Wissen Wirkung entfalten kann.

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Toma Gajdov
Junior Enterprises Switzerland

Toma Gajdov

Toma Gajdov is President of Junior Enterprises Switzerland and brings fresh perspectives to the movement as a committed student, ski instructor, and networker. In addition to his voluntary role at JES, he studies computer science at 42 Lausanne.

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